Der Ku-Klux-Klan
von N. Wiedhopf

Eigentlich war ich der Überzeugung, daß der Ku-Klux-Klan (KKK) ein amerikanisches Problem sei und es in Deutschland nur einzelne Sympathisanten gibt. Als aber 1996 ein Fernsehbericht über ein Treffen deutscher Neonazis mit Führern des KKK im Osten unserer Republik ausgestrahlt wurde, war ich doch beunruhigt. Der Bericht war zwar eine Fälschung, aber ich begann mich mit der Sache zu beschäftigen und sammelte Informationen. Was ich dabei entdeckte jagte mir kalte Schauer über den Rücken. Zu Anfang fand ich nichts direkt Besorgnis erregendes, doch bei genauerem Hinschauen wurde ich  stark an die Anfangszeit des Nationalsozialismus erinnert. Ganz gezielt werden Ängste geschürt (hatten Sie schon mal Ärger mit Ausländern?) und Feindbilder  aufgebaut (kriminelle Asylbewerber). Homosexuelle werden für AIDS verantwortlich gemacht. Die Reinhaltung der weißen (arischen) Rasse wird gefordert. All das haben wir schon einmal gehört. Gästebücher sind voll von Ausdrücken wie z.B. Nigger, Niggerarsch, Kanake usw. Militanteren Gegnern des Klans wird mit dem Einsatz von Waffen gedroht. Eine unterschwellige Drohung wird gegenüber der Staatsgewalt vorgebracht, indem man auf das Logenprinzip der Organisation hinweist, mit der Bemerkung, daß ein Verbot des Klans sinnlos sei. Auf den Linkseiten findet man Verweise auf gewaltbereite Neo-Nazigruppen, von deren Inhalten man sich aber schlauerweise distanziert, denn es gibt ja ein Gerichtsurteil betreffend der Eigenverantwortlichkeit bei Links. Gewalttaten gegen Farbige werden als Aktionen fehlgeleiteter Sympathisanten bagatellisiert und die damit zusammenhängende Verhaftung von Klanmitgliedern als Unrecht dargestellt. Die deutschen Homepages sind Kopien der KKK-Seiten in den USA, die lediglich an unser Rechtssystem angepaßt wurden um ein Verbot zu vermeiden. Trotz der Hinweise, Verfassung und Gesetze zu achten ist der Ku-Klux-Klan eine gefährliche Organisation, die entgegen allen Aussagen ihrer Führer nicht vor Gewalt zurückscheut um ihre Ziele zu verfolgen. Um dies zu erkennen muß man sich erst einmal mit dem Klan befassen.

Die Geschichte des Ku-Klux-Klan ist unterteilt in verschiedene Zeitalter.

Gründung und Reconstruction-Era
Als im April 1865 die konföderierten Hauptarmeen unter Lee und Johnston kapitulierten war das Ende des alten Südens besiegelt. Die bisher gültigen gesellschaftlichen Strukturen von Herren und Sklaven brachen zusammen. Durch die Ermordung Abraham LincoIns war eine Versöhnung der beiden Kriegsgegner vorerst verhindert worden. Millionen größtenteils ungebildeter Sklaven waren nun frei. Glücksritter und Spekulanten fielen in den Süden ein um reich zu werden. Sie bedienten sich dabei oft der Dienste ehemaliger Sklaven. In manchen Staaten wurden farbige Abgeordnete eingesetzt die weder Lesen noch Schreiben konnten. Die weiße Bevölkerung stöhnte unter der Last zu zahlender Steuern. Viele wurden enteignet. In diese Zeit fällt die Gründung mehrerer Vereinigungen, welche zum Ziel hatten die alte Ordnung wiederherzustellen. Zu ihnen gehört der Ku-Klux-Klan Der Klan selbst spricht vom 24.Dezember 1865, andere Quellen benennen den 6 Mai 1866, als Tag der Gründung im Ort Pulaski, Tennessee. Sechs beschäftigungslose Ex-Konföderierte trafen sich wohl aus einer Bierlaune heraus und gründeten den Ku-Klux-Klan um aus der Monotonie ihres Zivilistendaseins auszubrechen. (Ku-Klux vom griechischen kuklos: der Kreis, Klan um an die angeblich schottischen Vorfahren zu erinnern. Entgegen des englischen „Clan" entschied man sich für „Klan", der Anfangsbuchstaben wegen). Was sie dabei trieben würde man heute als groben Unfug bezeichnen. Sie maskierten sich und ihre Pferde mit weißen Leintüchern und erschreckten die abergläubischen Schwarzen mit billigen Tricks. So versteckten sie Tierblasen unter ihren Gewändern und gaukelten so vor einen Eimer Wasser trinken zu können ohne abzusetzen. Sie streckten ihren Opfern hölzerne Arme entgegen oder suggerierten mit Hilfe eines Kürbisses den Kopf abnehmen zu können. So verbreiteten sie Furcht unter den Schwarzen, welche glaubten sie hätten es mit den Geistern gefallener Konföderierter zu tun.
Entgegen den Behauptungen des Klans stellten die Farbigen zu dieser Zeit eigentlich keine Bedrohung dar, da sogenannte „Black Codes" den Farbigen das Wahlrecht und den Zugang zu öffentlichen Ämtern verwehrten, die Staatsbürgerrechte und das Wahlrecht wurden ihnen erst durch die Verfassungszusätze 14 (1868) und 15 (1870) gewährt, doch der Umstand daß weiße Lehrer den Farbigen Schulunterricht gaben störte die maskierten Reiter sehr. Die Vorstellung, daß Farbige den gleichen Bildungsstand wie Weiße erhielten und nicht mehr so leicht zu beeindrucken waren veranlaßte den Klan seine Taktik zu ändern. Die Aktionen richteten sich nun nicht mehr nur gegen Schwarze sondern auch gegen ihre Förderer. Lehrer und Beamte, die sich für die ehemaligen Sklaven einsetzten, und natürlich die Farbigen wurden nun massiv verfolgt. Wenn Drohungen nicht mehr wirkten wurde zu drastischeren Mitteln gegriffen. In diese Zeit fällt auch die offizielle Gründung des Ku-Klux-Klan als Organisation.
Durch einen starken Zustrom an Sympathisanten hatte sich die Zahl der Mitglieder vervielfacht. Wieder wird vom Klan der symbolträchtige 24. Dezember angegeben. Diesmal ist es das Jahr 1867. Zum ersten Mal wurde ein sogenannter Kongreß einberufen, auf dem die neue Führung bestimmt wurde. Zum ersten Grand Wizard (Großer Hexenmeister) bestimmte man den ehemaligen Südstaatengeneral Nathan Bedford Forrest  ( Forrest wird mit dem Massaker von Fort Pillow 1864 in Verbindung gebracht, als seine Truppen die dort stationierten US-Truppen überrannten und anschließend über 100 Gefangene, die Mehrzahl Farbige, exekutierten).  Entgegen den Behauptungen des Klans war Robert E Lee weder Mitglied dieser Organisation noch hatte er Verbindungen zu ihr. Selbst die größten Kritiker Lee's mußten zugeben, daß sein einziger ,,Fehler" darin bestand, daß er sich nicht gegen den Klan äußerte. Nach diesem Kongreß war aus der Untergrundbewegung eine politische Organisation geworden, die sich trotz einer hochtrabenden Satzung zum Ziel gesetzt hatte, den Farbigen zu zeigen ,,wo sie hingehörten". Dazu war ihnen jedes Mittel recht. Die Opfer wurden ausgepeitscht, geteert und gefedert, aufgehängt oder erschossen.

1868 erhielten die ehemaligen Sklaven durch die Verfassung die Staatsbürgerrechte, was das Ende der ,,Black Codes" bedeutete. Das ,,Büro für freigelassene Sklaven" errichtete 46 neue Krankenhäuser für Farbige und 4026 Schulen mit 2295 Lehrern. Diese Einrichtungen zogen unweigerlich den Zorn des Klans auf sich und der Terror der weißen Reiter weitete sich aus. Hunderte Schwarze, weiße Lehrer und Beamte fielen ihm zum Opfer. Kastrationen, sadistische Folterungen, Aufschlitzen von schwangeren Frauen, Aufhängen, Vierteilen durch Pferde, Verbrennung auf dem Scheiterhaufen oder in Zuckerkesseln gehörten zum Repertoire des Klans.
Die Empörung der Zivilbevölkerung, im Norden wie im Süden, wuchs und damit auch der Widerstand gegen den Klan, was den Grand Wizard N. B. Forrest dazu veranlaßte den Klan 1869 offiziell aufzulösen. Die einen sprechen von einem taktischem Winkelzug Forrest's um eine Verfolgung durch die Bundesbehörden zu
vermeiden, andere behaupten, der Ex-General war mit diesem Ausmaß der Gewalt nicht mehr einverstanden und war zu diesem Schritt gezwungen, weil er die Klansmänner nicht mehr unter Kontrolle hatte. Wie auch immer, der Klan tobte unvermindert weiter.
Bereits 1868 trat in Alabama ein Gesetz in Kraft, welches das Tragen vom Vermummungen unter Strafe stellte. 1870-71 verabschiedete die U.S. Regierung mehrere Anti-Klan-Gesetze. Unter anderem ermächtigten diese Gesetze den Präsidenten das Recht auf ,,Habeas Corpus" (richterliche Vorführung zur Haftprüfung) außer Kraft zu setzen. Somit konnte jeder verhaftet werden, der verdächtig war. Des weiteren wurden Bundestruppen in den Süden entsandt um dem Treiben des Klans Einhalt zu gebieten. Leider wurden all diese Gesetze und Verordnungen nur halbherzig durchgesetzt und der Klan konnte weiter agieren. Als 1870 die Farbigen das Wahlrecht erhielten benutzte der Klan seinen Terror dazu um die Wahlen zu beeinflussen. Er unterstützte Politiker, welche die gleichen Ziele verfolgten wie seine Anhänger - die alte Ordnung wiederherzustellen und die Unterdrückung der ehemaligen Sklaven.
Farbige wurden mit den bereits bekannten Mitteln gehindert ihr Wahlrecht auszuüben, farbige Abgeordnete zwang man ihre Ämter niederzulegen. Schulen und Kirchen für Farbige wurden in Brand gesteckt. Wer sich widersetzte war dem Tode geweiht. Zwischen 1866 und 1875 wurden ca. 3500 Farbige durch den Klan ermordet. Die Folge war, daß die Freunde des Klan die politische Oberhand gewannen und anfingen die Rechte der schwarzen Minderheit zu beschneiden. Wahlkreise wurden neu aufgeteilt, mit dem Effekt, daß dort die farbigen Wähler nicht mehr in der Lage waren das Ergebnis entscheidend zu beeinflussen, weil sie zahlenmäßig kaum noch ins Gewicht fielen. Neue ,,Black Codes wurden erlassen um das Wahlrecht der Schwarzen weiter einzuschränken. Als dann 1877 Präsident Rutherford B. Hayes die letzten Bundestruppen abzieht erhält er als Gegenleistung die Unterstützung der demokratischen, vom Klan geförderten Politiker bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen. Das war das Ende der Hoffnungen und Versuche im Süden eine neue Gesellschaft aufzubauen, in der Schwarz und Weiß in Harmonie zusammen leben konnten. Die Rassentrennung setzte sich durch. Der Klan hatte sein Ziel erreicht und verschwand, doch er kam wieder.

Der neue Klan
Zwischen 1878 und 1914 floß ein Strom europäischer Einwanderer in die USA. 23 Millionen Menschen, Deutsche, Angelsachsen, Italiener, Russen und Slawen suchten eine neue Heimat. Dieser Zustrom beunruhigte die alteingesessene Bevölkerung in Amerika. Der Klan spukte wieder durch die Köpfe der Gesellschaft. Durch Filme wie ,,Birth of a Nation" und ,,The Clansman" welche einen primitiven Rassismus propagieren und den Klan als patriotische Organisation hinstellen erhält dieses Gespenst neue Nahrung. Im November 1915 brennt wieder ein Kreuz.
Es ist der Methodistenpastor William J. Simmons, der die Gunst der Stunde nutzt und den neuen Klan, seinen Klan ins Leben ruft. Der alte Geist lebt wieder auf. Der Klan kämpft gegen Schwarze, Indianer, Juden, alles Unamerikanische und..... Katholiken. Letztere wurden zum Ziel des protestantischen Klans, weil Simmons glaubte, der Zustrom der überwiegend katholischen Einwanderer sei ein Versuch des Papstes seinen Einfluß auf die USA auszuweiten, so die Begründung (nachzulesen auf diversen Internetseiten der heutigen Klans). Er ruft das "Unsichtbare Reich" aus und ernennt sich zum Imperial Wizard. Die Blütezeit des Klans beginnt 1920. Aus der, durch die Umbrüche der Nachkriegszeit aufgeschreckten Bevölkerung erhält der Klan regen Zulauf. Geschürt wird das Ganze durch die Forderung von über 360.000 farbigen Kriegsveteranen nach Wiedereinführung des Wahlrechts für Farbige. 1921 hat der Klan über 100.000 Mitglieder.

Doch Simmons ist nicht nur „Patriot", er ist auch Geschäftsmann und so entwickelt sich der Klan auch zu einem gut funktionierenden Wirtschaftsunternehmen mit starkem Einfluß auf die Politik. Die typischen Kutten werden in einer eigenen Fabrik gefertigt und an die Anhänger verkauft. Der Klan unterhält eigene Zeitungen, Immobiliengesellschaften und kontrolliert eine Universität. Bis 1925 wächst die Mitgliederzahl auf über 5 Millionen an. Alles zusammen beschert dem Klan zwischen 1921 und 1927 jährliche Einnahmen von 7 bis 9 Millionen Dollar. Die Organisation wird zur aktivsten politischen Kraft im Land. Politiker arrangieren sich mit dem Klan oder treten ihm bei um ihre politische Zukunft zu sichern und viele von ihnen werden in höchste Ämter gewählt. Der Klan kontrolliert Gouverneure, Senatoren, Abgeordnete, Richter und unzählige Sheriffs. Seine Anhänger können ungestört agieren. In den 10 Monaten nach dem 1. Weltkrieg gab es 200 öffentliche Aktionen des Klans. 1924 erlebt Washington D.C. mehrere Demonstrationen an denen jedesmal 40.000 Klanmitglieder teilnehmen. Die Gewalt, die der Klan ausübt, nimmt ungeahnte Ausmaße an. Die Opfer werden ausgepeitscht, mit Säure übergossen, geteert und gefedert, grausam verstümmelt, erhängt oder bei lebendigem Leib verbrannt. Die Täter haben keine Angst vor Verfolgung, sie kontrollieren das Rechtssystem. Schwarze Arbeiter im Süden werden gezwungen zu Dumpinglöhnen zu arbeiten.

Trotz der Stärke und des Einflusses, die der Klan inne hat, gibt es aber auch schwache Stellen in der Organisation. Die Anhäufung von Macht zieht Neider an wie Mist die Fliegen. Simmons, bis dahin noch Imperial Wizard, wird von Hiram W. Evans verdrängt. Er wird zwar noch zum Emperor ernannt, hat aber keinerlei Einfluß mehr auf die Entscheidungen.  Zusammen mit seinem Gründer verliert auch der Klan an Macht. Obwohl Evans mit Sonderzügen durch das Land reist um sich zu präsentieren läßt sich diese Entwicklung nicht mehr aufhalten. Interne Intrigen, Berichte über Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen und zahlreiche Skandale sorgen für Mißstimmung bei den Anhängern. Als der Imperial Kleagle Edward Young Clarke wegen Mädchenhandels verhaftet und verurteilt wird haben die Leute genug. Sie treten in Massen aus und das Invisible Empire verliert Millionen von Mitgliedern. Die beginnende Rezession und die Wirtschaftskrise von 1929 besiegeln das Ende des Klans, denn auch seine Anhänger bleiben von den Folgen dieser Krise nicht verschont. Als ihnen von ihren Anführern untersagt wird zusammen mit „Negern, Nichtstuern, Mestizen und Abschaum aus Europa“ gegen Arbeitslosigkeit und Inflation zu demonstrieren wenden sich noch mehr Menschen vom Klan ab.
Evans erkennt die Zeichen der Zeit. Er verkauft den Imperial Palace und bereitet seinen Rückzug vor. 1935 übergibt er die Führung an James Colescott, nicht ohne sich diesen Schritt mit einer Abfindung in Höhe von 220.000 Dollar zu versüßen. Evans Nachfolger verhilft dem Klan zu einem kurzzeitigen Aufschwung, indem er den Feindbildern die Kommunisten hinzufügt. Er beginnt Kontakte zu nazi-freundlichen Organisationen wie dem Deutsch-Amerikanischen Bund zu knüpfen und plant gemeinsame Aktionen. Dieser Schritt sollte sich als fatal erweisen. Die Regierung unter Präsident Roosevelt, welche den Faschismus im Europa bekämpft, ist nicht gewillt diese Entwicklung im eigenen Land zu dulden. Als der Fiskus 1944 Steuerrückstände in Höhe von 685.305 Dollar vom Klan einfordert verkündet Colescott die Auflösung des Invisible Empires, da die Organisation nicht in der Lage ist diese Summe aufzubringen.

Der 3. Klan
Nach der Auflösung bricht für den Klan ein neues Zeitalter an. Die Entscheidung Colestott´s deckte die Uneinigkeit im Klan auf. Nicht alle Mitglieder waren mit diesem Schritt einverstanden und so war es nur eine logische Konsequenz, daß sich neue Gruppierungen bildeten.
Samuel Green nahm als einer der ersten das Zepter auf und gründete das „Bündnis der Klans von Georgia“. Der neue Name hatte den Effekt, daß den Finanzbehörden die Hände gebunden waren und sie die alten Steuerschulden nicht mehr eintreiben konnten. Trotz der Namensänderung blieben die Ziele jedoch die gleichen und auch an den Mittel sie zu erreichen änderte sich nichts. Der praktizierte Rassismus erhielt neue Nahrung, als Zehntausende verfolgter Juden in die USA auswanderten. Die aus dem Krieg heimkehrenden farbigen Veteranen forderten Gleichberechtigung und Gewerkschafter versuchten die unterbezahlten Arbeiter im Süden zu organisieren. Damit standen auch sie auf den Abschußlisten des Klan. Dieser erhielt wieder regen Zulauf. Wieder waren brennende Kreuze und Morde an der Tagesordnung.
Doch diesmal stößt der Klan auch auf Widerstand. Die Opfer des Klans, Kirchen und die Presse engagieren sich gemeinsam um endlich die Gleichstellung der Rassen zu erreichen. Politiker müssen erkennen, daß vor allem die farbige Bevölkerung eine nicht zu vernachlässigende Kraft bei Wahlen darstellt. Im Jahr 1945 verzeichnet man einen rasanten Anstieg von Gewalttaten durch den Klan, doch die Öffentlichkeit ist nicht gewillt dem tatenlos zuzusehen. Es werden Gesetze erlassen, die das Verbrennen von Kreuzen und das Tragen von Klankutten unter Strafe stellen.
Im selben Jahr stirbt Samuel Green und es kommt zu erbitterten Kämpfen um seine Nachfolge. Sam Roper, Polizist, gewalttätig und unfähig, geht hieraus als Sieger hervor. Unter seiner Führung kommt es immer wieder zu unkontrollierten Gewaltaktionen, welche die Justiz auf den Plan rufen. Dies und seine mangelhaften Führungsqualitäten führen dazu, daß das „Bündnis der Klans von Georgia“ auseinanderbricht.  Der Klan existiert nicht mehr, aber es gibt die Klans.

In den 50er Jahren florierte die amerikanische Wirtschaft. Der Export boomte und führte zu Wohlstand. Auch die am Erfolg beteiligten Minderheiten wollten ihren Anteil und forderten weiterhin die Gleichberechtigung. Doch nicht alle sind bereit zu teilen und so sind die Klans wieder im Gespräch. Die farbige Bevölkerung schafft sich in der NAACP ein mächtiges Sprachrohr und kann erste Erfolge verbuchen. Am 17. Mai 1954 verbietet der Supreme Court der USA die Rassentrennung an öffentlichen Schulen. Unaufhaltsam fallen die „Weißen Bastionen“. In Bussen, Schwimmbädern, Restaurants, Bibliotheken und öffentlichen Gebäuden wird die Rassentrennung aufgehoben. Doch all dies geschieht nicht ohne Widerstand. Die Klans versuchen mit allen Mitteln den Farbigen die neuen Rechte zu verweigern, wenn es sein muß mit Gewalt. Selbst Politiker wie die Gouverneure von Alabama und Georgia setzen sich 1963 immer noch für den Erhalt der Rassentrennung ein, und sie werden dabei von den Klans tatkräftig unterstützt.  Diese sehen sich wieder im Aufwind und steigern ihren Terror zwischen 1954 und 1966 in erschreckendem Maße. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich Eldon Lee Edward´s US-Klans, die „United Klans of Amerika“ von Robert Shelton oder sonst eine Gruppierung handelt. Ein Terrorakt folgt dem anderen. In Birmingham sterben 4 Kinder bei einem Bombenanschlag auf eine Kirche, neben den Teilnehmern an einem Freiheitsmarsch in Mississippi wird auch der Vorsitzende der dortigen NAACP-Vertretung ermordet. Dies sind nur zwei Beispiele von vielen.
Mit dieser blindwütigen Gewalt graben sich die Klans jedoch ihr eigenes Grab. 1965 erfolgt die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, welcher sich mit den Aktivitäten der Klans beschäftigt. 1966 billigt das Repräsentantenhaus eine Vorladung des UKA-Grand Dragon Robert Shelton vor den „Ausschuß für unamerikanische Aktivitäten“. Gleichzeitig beauftragt die Regierung das FBI mit der Zerschlagung der Klans. Die Folge ist die Verhaftung mehrerer Klanführer. Dies, die ständigen internen Streitereien und die andauernden Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen leiteten den erneuten Niedergang ein.

Der 4. Klan
Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts befand sich Amerika in einer tiefen gesellschaftlichen Krise. Die Katastrophe von Vietnam, wirtschaftliche und politische Probleme haben das Selbstbewußtsein der Nation schwer erschüttert. Hinzu kommt der Strom von Millionen arbeitsuchender Einwanderer aus Mittelamerika und Asien in einer Zeit in der es den Amerikanern selbst nicht besonders gut geht. Die hieraus entstehenden Konflikte sind der Nährboden für die Wiederauferstehung der Klans.
Die Klans sehen sich nun als ausführendes Organ einer verunsicherten und enttäuschten Mehrheit der Bürger, welche eine Rückkehr zu den alten amerikanischen Werten fordert. Wer den Klans dabei im Wege steht liegt klar auf der Hand. Schwarze, Latinos, Asiaten, Juden und.... Homosexuelle sind in ihren Augen schuld am Niedergang der Nation. Die Pflege des Nationalstolzes entwickelt sich in den USA zum Kult. Trotzdem haben sich die Bedingungen für die Klans geändert. Die Zeiten der Massenaufmärsche sind vorbei. Qualität statt Quantität ist die neue Devise und so verwundert es nicht, daß die Mitgliederzahlen nicht in dem Maß ansteigen wie früher. Auch in der Ideologie vollzieht sich ein Wandel. Sie beschränkt sich nun auf den Glauben, daß die weiße Rasse allen anderen überlegen sei (ab hier kommt mir das recht bekannt vor).
Die Klans kämpfen gegen alles was die Reinheit der weißen Rasse gefährden könnte, nämlich die bereits genannten Gruppen. Einen besonderen Status erhalten die Juden als „Teufelsbrut“ und Kommunisten wie auch Homosexuelle als „Verderber der westlichen Gesellschaft“. Sie alle werden, mit Verweis auf die Bibel, zu wilden Tieren degradiert.  In den Aufnahmeformularen der Klans bezeichnet man Farbige zum Beispiel als „affenähnliche Scheißkerle“.

Angesichts einer drohenden nuklearen Katastrophe als Folge des Wettrüstens bereitet man sich auf das Überleben der eigenen Rasse vor. Überall im Land entstehen geheime Ausbildungscamps. Die Lager sind jedoch keine harmlosen Survivalcamps, in ihnen werden die Klananhänger paramilitärisch ausgebildet. Sie erlernen den Umgang mit den verschiedensten Waffen und Guerillataktiken. Parallel hierzu werden Armee und Polizei infiltriert. Besonders bemüht man sich um die Jugend. Klanmitglieder werden Betreuer bei den Pfadfindern um ihr rassistisches Gedankengut zu verbreiten. 1980 entdecken Journalisten in einem Klancamp dutzende Pfadfinder, welche in Erdrosselungs- und Enthauptungstechniken ausgebildet werden. Dieser Aufwand dient nur einem Ziel, eine schlagkräftige kleine Armee von Terroristen heranzubilden. Gleichzeitig bemühen sich die Führer der Klans ihre Organisationen vom Image der gewalttätigen Schlägertruppe zu befreien. Sie tauschen ihre Klanroben gegen maßgeschneiderte Anzüge und präsentieren sich in der Öffentlichkeit als gemäßigte Vertreter der „weißen Sache“.  Sie sind nicht mehr die brutalen Schläger sondern haben das Erscheinungsbild von Predigern, welche ihr, das weiße Evangelium verkünden, in dem kein Platz für andere Rassen ist. In Radio- und TV-Shows verbreiten sie ihre Botschaft und ihre populistischen Reden bringen ihnen nicht zu unterschätzende Sympathien ein. Einige Klanführer treten sogar zu lokalen Wahlen an, die sie jedoch meist verlieren.

Während die KKK-Führer durch diese neue Art der Öffentlichkeitsarbeit versuchen das Ansehen zu verbessern setzen andere den Terror weiter fort. 1979 werden 5 Teilnehmer einer Anti-KKK Demonstration von Klanmitgliedern erschossen. 1980 erschießt ein Klansman der UKA zwei jugendliche farbige Sportler, weil sie mit weißen Mädchen zusammen waren. Im Verlauf der Gerichtsverhandlung gesteht der Mörder noch ein Bombenattentat auf eine Synagoge, den Mordversuch an Larry Flint und die Ermordung eines gemischtrassigen Ehepaares. 1981 wird ein 19-jähriger Farbiger von einem Exalted Cyclops und einem Kleagle der UKA mißhandelt und anschließend an einem Baum erhängt, nur um „ den Schwarzen zu zeigen wo sie hingehören“. 1983 schießen Mitglieder der Knights of the KKK mit Schrotflinten auf eine Gruppe farbiger Frauen und verletzen diese schwer.
Dieser Gegensatz in der Vorgehensweise zwischen Führung und einem Teil der Basis zeigt deutlich auf, daß man sich in den Klans nicht einig ist und so verwundert es nicht, daß es zu einer Spaltung kommt, die gleichzeitig eine neue Ära in der Geschichte des KKK einläutet.

Der 5. Klan
Im Gegensatz zu den vorangegangenen Wechseln der Klans vollzieht sich dieser nicht abrupt sondern ist fließend. Eine Zeitlang bestehen beide Organisationen sogar nebeneinander, wobei der 5. Klan sein Potential vom 4. Klan bezieht. Die Anhänger der neuen Organisation bezeichnen sie als 33-5 (K ist der 11 Buchstabe im Alphabet, 3mal 11 ergibt 33, 5 steht für den 5. Klan). Einige untergeordnete „Klanoffiziere“ sind mit dem Kurs des 4. Klans unzufrieden. Sie sind der Überzeugung, daß der Ku Klux Klan nur durch Verbreitung von Angst und Schrecken wieder zu alter Stärke gelangen kann. Um dies zu erreichen ist jedes Mittel recht. Zwischen 1980 und 1990 gehen über 4000 Straftaten auf das Konto von Klansmen. Das Repertoire reicht von Brandstiftung über Körperverletzung bis zu Mord. Hand in Hand mit der zunehmenden Gewaltbereitschaft geht eine deutliche Nazifizierung der einzelnen Klanzellen, welche sich wieder zu richtigen Geheimorganisationen entwickeln. In ihrem Selbstverständnis als weiße Elitekämpfer haben sie nur ein Ziel, die Vorherrschaft der weißen Rasse. Militantere Klans werden gegründet. Andere werden in Nazigruppen umgewandelt. Es ist nicht verwunderlich, daß man hier immer wieder auf die selben Namen stößt (z.B. Tom Metzger). Auf den Demonstrationen der Klans findet man immer häufiger militante Skinheads und Vertreter anderer rechtsextremer Gruppen in Naziuniformen und mit Naziemblemen.
Verbindungsglied ist die gemeinsame Ideologie. Andere Rassen, Glaubensrichtungen Lebensweisen werden als minderwertig betrachtet und verunglimpft oder bekämpft. Die internen Verflechtungen zwischen den verschiedenen Gruppierungen werden immer weiter ausgebaut, nach dem Motto „Einigkeit macht stark“.

Gestützt auf die Lehren der Christian Identity Bewegung, welche 1946 von Wesley A. Smith, einem Methodistenpriester und Ku Klux Klan-Mitglied gegründet wurde, versucht der Klan zu beweisen, die weiße Rasse allein stamme direkt von Gott ab, während Juden „Kinder des Teufels“ seien. Sie und alle anderen Rassen haben nach diesen Aussagen eher den Status von wilden Tieren, was man mit Zitaten aus der Bibel noch zu untermauern versucht.
Um die Überlegenheit der weißen Rasse zu beweisen werden zweifelhafte wissenschaftliche Gutachten vorgelegt. Antike Kulturen werden kurzerhand den „verlorenen (weißen) Stämmen“ zugeordnet, ohne Rücksicht auf deren geographische Verbreitung. Ihre wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften werden dazu herangezogen um die geistige Überlegenheit der weißen Rasse zu dokumentieren. Gleichzeitig werden diese Kulturen aber als „durchrasst“ und somit nicht „weiß“ abgelehnt. So gelten bei verschiedenen Gruppierungen des Klans Spanier und Griechen nicht als „der weißen Rasse“ zugehörig, da sie permanent fremden Einflüssen ausgesetzt waren.
In der Auslegung der „Beweismittel“ ist der Klan im allgemeinen sehr großzügig. Gleiches gilt für die Rechtfertigung der Gewalttaten. Die Greuel der Reconstruction-Ära und des 2. Klans werden zu Heldentaten stilisiert. Die Verbrechen des 3. Klans erklärt man zu Kriegshandlung da der Klan der Überzeugung ist, die Farbigen hätten der weißen Rasse in dieser Zeit den Krieg erklärt. Die Terrorakte der beiden letzten Zeitabschnitte rechtfertigt man mit Selbstverteidigung um den Fortbestand der eigenen Rasse zu sichern.

Wer glaubt, das Phänomen „Ku Klux Klan“ sei eine rein amerikanische Angelegenheit irrt sich gewaltig. Nach den 30er und 70er Jahren starteten einzelne Klans einen neuen Versuch in Europa Fuß zu fassen. Dazu gehören die National Knights of the KKK und die International Knights of the KKK.  Um der Strafverfolgung durch die Behörden zu entgehen versuchen sie in ihren Publikationen den Eindruck der Verfassungstreue und Gewaltlosigkeit zu erwecken. Sieht man aber hinter die Fassade stellt man schnell fest, daß all dies nur Augenwischerei ist. So drohten die National Knights of the KKK Germany einigen Hackern mit dem Einsatz von Waffen, sollten sich diese an deren Homepage vergreifen. Der Grand Dragon der International Knights in Österreich, forderte im Juni 2000 den Webmaster einer Homepage auf eine dort gezeigte Anti-KKK Grafik umgehend zu entfernen. Dem Webmaster wurde später auch mit dem Einsatz von körperlicher Gewalt gedroht.
Ende der 90er Jahre kam es zu etlichen Gewalttaten in Deutschland, mit denen der Klan in Verbindung gebracht wird. In Charlottenburg erschlugen KKK-Anhänger einen Obdachlosen. Der Polizistenmörder Kay Diesner bekennt sich offen zu den Lehren des Klan und Carsten Szepanski, ehemaliger Grand Dragon einer Klangruppe in Berlin wurde wegen versuchtem Totschlag an einem Nigerianer verurteilt.
Weltweit sind die einzelnen Klans stark mit der rechtsradikalen Szene verflochten. Die NPD unterhält Kontakte zum Klan in den USA.  Der bereits erwähnte Grand Dragon der IKKKK nutzte die Publikationen der mittlerweile verbotenen Blood & Honor-Bewegung als Medium zur Präsentation und Mitgliederwerbung. Um die Schlagkraft des Klans in Europa zu erhöhen gibt es Bestrebungen die einzelnen Klangruppen unter einem Dach zu vereinigen. Die International Knights of the KKK verwandelten sich in die European White Knights of the KKK mit Unterabteilungen in Deutschland, Österreich, Schweden und Belgien. Des weiteren bestehen Verbindungen in die USA, nach Großbritannien, Irland und Südafrika.
Gesteuert wird diese Organisation, welche sich stark an den United Klans of Amerika (UKA) orientiert, aus den USA. Das Headquarter der EWKKKK liegt in Petal/Mississippi. Anführer ist der Imperial Wizard Jimmy Maxey, früherer Kleagle  der dortigen UKA. Betrachtet man die Biographien der meisten heutigen Klanführer, so liegt die Vermutung nahe, daß er dort eher eine untergeordnete Rolle spielte und sich deshalb den europäischen Ablegern widmete um sich besser profilieren zu können.

Zum Schluß möchte ich noch  auf die European White Knights eingehen, speziell auf die deutsch/österreichische Sektion. Selbst stellt sich diese Gruppe als harmlos dar und macht sich eigentlich nur Sorgen um den Fortbestand der weißen Rasse. Gelingt einem jedoch ein Blick hinter die Kulissen, so wird schnell die Gefährlichkeit der Gruppe klar.
Schon ein Blick auf die Homepage genügt. Dort findet man durchgestrichene Bilder von gemischtrassigen und homosexuellen Paaren mit den dazu passenden Bibeltexten. Nach eigenen Aussagen des Grand Dragon der EWKKKK/Germany hat die deutsche Sektion der EWK nichts damit zu tun und distanziert sich davon, aber bei genauerem Hinsehen ist eben jener Grand Dragon als Autor der Seiten auszumachen. In den Gästebüchern finden sich etliche Sympathisanten, die um Aufnahme in den Klan bitten. Sie wissen anscheinend nicht worauf sie sich einlassen. Neben einer strengen Aufnahmeprozedur, bei der sie eine Menge persönlicher Daten preisgeben müssen, angeblich zur Sicherheit des Klans, erwarten sie zahlreiche Pflichten.  Neben dem obligatorischen Mitgliedsbeitrag ist jeder zur regelmäßigen Teilnahme an den Treffen und Aktionen verpflichtet. Ein „Schleifenlassen“ wird nicht geduldet. Hat der neue Klansman seine Probezeit überstanden, so hat er sich sofort mit der angemessenen Kleidung zu versorgen. Die darf er aber nicht irgendwo einkaufen, sondern ist dazu verpflichtet, wie alles andere auch, bei seinem Headquarter zu bestellen und zu bezahlen (eine einfache Klanrobe kostet zur Zeit ca. 200,-- DM). Damit aber nicht genug. Jedes Mitglied der EWKKKK ist verpflichtet pro Jahr mindestens ein neues Mitglied zu werben. Die Zielgruppen werden von der Klanführung gleich vorgegeben. Geschäftsinhaber, Personen mit akademischen Graden und Beamte zählen zu den bevorzugten Zielen der Mitgliederwerbung. Wer jetzt noch glaubt, der Klan wäre harmlos, der ist ein Narr, denn der Sinn dieser Mitgliederpolitik liegt klar auf der Hand. Wie in den USA soll die Gesellschaft in wichtigen Bereichen wie Wirtschaft, Administration und Bildung unterwandert werden.
Doch dem Klan weht bei uns ein scharfer Wind um die Ohren. Der Imperial Representative und gleichzeitige Grand Dragon des sogenannten Realm of Austria ist seit einiger Zeit nicht mehr auf der Bildfläche erschienen, was die Vermutung nahelegt, daß die staatlichen Organe in Österreich  durchgegriffen haben, denn seit einiger Zeit führt der Grand Dragon des Realm of Germany diesen Titel.  Bleibt nur zu hoffen, daß dies als Beispiel auch für unsere Behörden dient um dem Klan in Deutschland Einhalt zu gebieten und amerikanische Verhältnisse zu verhindern. Wir haben genug Rassisten im eigenen Land, die weißen „Ritter“ brauchen wir wirklich nicht.

Quellen:
Roger Martin; AmeriKKKa, Rotbuch Verlag
Thomas Grumke, Rechtextremismus in den USA, Verlag Leske + Budrich
J. H. Franklin / A. A. Moss, jr., Von der Sklaverei zur Freiheit
Udo Sautter, Lexikon der amerikanischen Geschichte, Verlag C.H. Beck
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Alabama White Knights of the KKK
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u.v.m.

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